
Luftverschmutzung? Die Feinstaubbelastung in städtischer Umgebung sank seit 2011 um 35 %.

Gemäss dem Umweltindikator «Feinstaubimmissionen (PM2.5) in städtischer Umgebung» des Bundesamts für Umwelt (BAFU) sank die durchschnittliche PM2.5-Belastung zwischen 2011 und 2025 von 14.7 auf 9.5 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) Luft. Dies entspricht einer Reduktion um 5.2 µg/m³ beziehungsweise 35 %.
PM2.5 bezeichnet Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von höchstens 2.5 Mikrometern. Sie entstehen unter anderem bei Verbrennungsprozessen sowie durch Abrieb von Reifen, Bremsen und Strassenbelägen. Wegen ihrer geringen Grösse können sie tief in die Lunge gelangen und die Gesundheit belasten. Der langfristige Rückgang zeigt eine Verbesserung der Luftqualität. Die Belastung schwankt jedoch von Jahr zu Jahr. Neben der Entwicklung der Emissionen beeinflussen auch die jeweiligen Witterungsverhältnisse die Messwerte. Dazu gehören beispielsweise Niederschläge, Temperaturen und länger andauernde Inversionslagen.
Der Indikator basiert auf NABEL-Messstationen in städtischer und vorstädtischer Umgebung, die nicht unmittelbar vom Verkehr beeinflusst sind. Er bildet deshalb weder stark befahrene Strassen noch jeden Ort der Schweiz ab. Der Schweizer Jahresgrenzwert beträgt 10 µg/m³; der WHO-Richtwert liegt bei 5 µg/m³.