Pflege im Spital? Rund ein Drittel des Pflegepersonals in Schweizer Spitälern hat eine ausländische Nationalität.

Gemäss Gesundheitsstatistik des Bundesamts für Statistik wuchs das Pflegepersonal in Schweizer Spitälern zwischen 2010 und 2024 von 59’005 auf 74’554 Vollzeitäquivalente (VZÄ). Das Pflegepersonal mit ausländischer Nationalität nahm im selben Zeitraum von 20’571 auf 27’608 VZÄ zu, also um 7’037 VZÄ. Dessen Anteil am gesamten Pflegepersonal stieg damit von 34,9 % auf 37,0 %, also um 2,1 Prozentpunkte.

Die Kategorie «ausländische Nationalität» beim Pflegepersonal in Spitälern umfasst zwei Gruppen: Grenzgängerinnen und Grenzgänger sowie Personen mit ausländischer Nationalität, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. Gesamthaft nahm die Zahl der Personen mit ausländischer Nationalität und Wohnsitz in der Schweiz von 2010 bis 2024 um 713’611 Menschen zu. Dadurch stieg ihr Anteil an der gesamten ständigen Wohnbevölkerung von 22,4 % auf 27,4 %.

Zur Pflege zählen diplomierte Pflegefachpersonen mit und ohne Spezialisierung, Pflegepersonal auf Assistenzstufe, Personal mit Abschluss auf Sekundarstufe II, Hebammen sowie sonstiges Pflegepersonal. Zu den Spitälern gehören allgemeine Krankenhäuser ebenso wie Spezialkliniken, etwa Psychiatrie- oder Rehabilitationskliniken. Auch bei den Ärztinnen und Ärzten in Spitälern stieg der Anteil mit ausländischer Nationalität: von 40,2 % im Jahr 2010 auf 49,1 % im Jahr 2024.

Quellen für Zahlenmaterial

BFS, Gesundheitsversorgungsstatistik
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Stand vom:
08.05.2026
BFS, STATPOP
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Stand vom:
08.05.2026
Schweizerisches Gesundheitsobservatorium Obsan
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Stand vom:
08.05.2026

Hinweise

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Daten ab 2010 verfügbar
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Daten beinhalten internes Spitalpersonal (Betrieb zahlt Sozialabgaben) in Vollzeitäquivalenten. Nach Personen statt VZÄ stieg der Anteil des Pflegepersonals mit ausländischer Nationalität von 32,7 % auf 34,9 %.
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Nationalität, nicht Migrationshintergrund oder Doppelbürgerschaften
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Personal der Hilfe und Pflege zu Hause sowie sozialmedizinische Institutionen sind hier nicht enthalten (keine Aufschlüsselung nach Nationalität)
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Angaben zu Ärztinnen und Ärzten beziehen sich nur auf Spitäler und Kliniken (stationärer Sektor); Arztpraxen und Ambulatorien nicht enthalten.
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Ordinate von 20 bis 50 %, um Effekt zu verdeutlichen.

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