
Klimabilanz? Die Inlandemissionen pro Einwohner sind tiefer als in unseren Nachbarländern.

Das Pariser Abkommen (Art. 4) fordert von den unterzeichnenden Ländern, dass sie ihre nationalen Emissionen durch Massnahmen im eigenen Land reduzieren. So besagt das revidierte CO2-Gesetz der Schweiz, dass mindestens zwei Drittel der Verminderung im Inland erfolgen sollen. Laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) lagen die Treibhausgasemissionen in der Schweiz (Inland) im Jahr 2023 bei 4.6 Tonnen CO₂-Äquivalenten (t CO₂eq) pro Person. Damit liegt der Inlandausstoss tiefer als in den Nachbarländern; 16 % tiefer als in Frankreich (5.5 t CO₂eq pro Person), 29 % tiefer als in Italien (6.5 t CO₂eq pro Person), 39 % tiefer als in Österreich (7.6 t CO₂eq pro Person) und 43 % tiefer als in Deutschland (8.1 t CO₂eq pro Person).
Seit 2000 sind die Pro-Kopf-Emissionen in allen betrachteten Ländern gesunken. Österreich reduzierte seine Werte um 25 %, Italien um 38 %, die Schweiz und Deutschland um 41 % und Frankreich um 45 %.
Ein wichtiger Grund für die Unterschiede zwischen den Ländern ist die Stromproduktion. In Italien (55 %) und Deutschland (44 %) stammt rund die Hälfte des Stroms aus fossilen Quellen. In Österreich (15 %) und Frankreich (8 %) ist der Anteil deutlich tiefer, während er in der Schweiz mit rund 5 % sehr gering ist.