
Hitzewelle? Tage mit Temperaturen über 30 °C haben seit 2000 in der Schweiz deutlich zugenommen.

Gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Klimadaten von MeteoSchweiz hat die Zahl der Hitzetage an den untersuchten Messstationen seit 2000 zugenommen. Als Hitzetag gilt ein Tag mit einer Höchsttemperatur von mindestens 30 °C. Zwischen 2000 und 2009 waren es im Schnitt 11.5, zwischen 2010 und 2019 15.4 Hitzetage pro Jahr. Von 2020 bis 2025 wurden durchschnittlich 18.8 Hitzetage pro Jahr gezählt.
Die Auswertung umfasst zehn der 13 in der BFS-Tabelle aufgeführten Messstationen. Berücksichtigt werden alle Stationen unter 1000 m ü. M. Die drei höher gelegenen Stationen Davos, Säntis und Samedan werden nicht einbezogen. Damit beziehen sich die Zahlen auf tiefer gelegene, bevölkerungsnahe Messstandorte (siehe Hinweise).
Die Zahl der Hitzetage unterscheidet sich von Jahr zu Jahr. Besonders hoch war der Wert im Jahrhundertsommer 2003: Damals lag der Durchschnitt der zehn Stationen bei 37 Hitzetagen. 2015 und 2022 wurden durchschnittlich 28, 2018 und 2025 jeweils 23 Hitzetage gezählt. Einzelne Jahre können somit stark von den Mittelwerten der untersuchten Zeiträume abweichen. In den 1960er- und 1970er-Jahren lag der Durchschnitt der zehn Stationen bei jeweils 4 Hitzetagen pro Jahr. In den 1980er-Jahren waren es 5 und in den 1990er-Jahren 8 Hitzetage.