
Exportland Schweiz? Mehr als die Hälfte der Warenexporte – ohne Gold in Barren und weitere Sonderwaren – entfällt auf Chemie und Pharma.

Gemäss der Aussenhandelsstatistik des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) exportierte die Schweiz 2025 Waren im Wert von rund 286.8 Mia. CHF – gerechnet ohne Gold und weitere Sonderwaren («konjunkturelles Total», siehe unten). Davon entfielen 53.1 % auf chemische und pharmazeutische Erzeugnisse (152.2 Mia. CHF), 18.3 % auf Maschinen, Elektronik und Apparate (52.5 Mia. CHF) und 8.8 % auf Uhren (25.2 Mia. CHF).
Das BAZG weist Exporte standardmässig als konjunkturelles Total (Total 1) aus. Nicht enthalten sind Gold in Barren und übrige Edelmetalle, Münzen, Edel- und Schmucksteine sowie Kunstgegenstände und Antiquitäten. Der Handel mit diesen Waren schwankt teilweise so stark, dass er die Interpretation der Export- und Importentwicklung erschwert. Wie stark, zeigt das Beispiel 2025: Mit diesen Sonderwaren (Gesamttotal) wurden Waren für 461.0 Mia. CHF exportiert statt 286.8 Mia. CHF – rund 60 % mehr als im konjunkturellen Total.
Chemie und Pharma haben stark an Gewicht gewonnen. 2013 machten chemische und pharmazeutische Erzeugnisse noch 40.0 % der Warenexporte aus. 2025 waren es 53.1 %. Gleichzeitig verloren andere klassische Exportbereiche an Anteil: Maschinen, Elektronik und Apparate sanken von 24.9 % auf 18.3 %, Uhren von 10.7 % auf 8.8 %. Auch die Chemie- und Pharmaimporte nahmen stark zu: nominal von 42.0 Mia. CHF im Jahr 2013 auf 83.7 Mia. CHF im Jahr 2025.