
Suizid in der Schweiz? 2024 waren rund drei von vier Suizidverstorbenen Männer.

Gemäss der Todesursachenstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) starben 2024 in der Schweiz 996 Personen durch Suizid: 719 Männer (72.2 %) und 277 Frauen (27.8 %). Auf eine Frau fallen damit rund 2.6 Männer. Assistierte Suizide durch Sterbehilfeorganisationen wie Exit sind in diesen Zahlen nicht enthalten. Sie werden seit dem Erhebungsjahr 2009 nicht mehr zu den Suiziden gezählt.
Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ist über die Zeit stabil: 2009 lag der Männeranteil bei 74.8 %, den Tiefpunkt erreichte er 2018 mit 71.1 %. Die absolute Zahl der Suizide sank von 1'105 im Jahr 2009 auf 996 im Jahr 2024, ein Rückgang von 9.9 %. Der tiefste Wert der Reihe wurde 2022 mit 958 Suiziden verzeichnet.
Auch die altersstandardisierte Suizidziffer zeigte einen Rückgang. Sie klammert den Effekt der Bevölkerungsalterung aus und gibt an, wie viele Suizide pro 100'000 Personen auftreten würden, wenn die Bevölkerung die Altersstruktur einer festgelegten Referenzbevölkerung hätte. Bei Männern mit Schweizer Staatsangehörigkeit sank die Ziffer von 21.6 auf 14.5 (-32.9 %), bei Schweizerinnen von 6.8 auf 5.7 (-16.2 %). Bei Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit liegen die Werte tiefer: bei den Männern ging die Ziffer von 11.3 auf 9.6 zurück, bei den Frauen von 3.8 auf 3.5. Die assistierten Suizide haben seit 2009 von 297 Personen auf 1'774 im Jahr 2024 zugenommen; 2024 waren rund 40 % durch Männer und 60 % durch Frauen.