
Politikmüde? Seit 2000 bewegt sich die Beteiligung an eidgenössischen Volksabstimmungen auf ähnlichem Niveau.

Gemäss Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) lag die durchschnittliche Beteiligung bei eidgenössischen Volksabstimmungen im Jahr 2000 bei 44,3 % (4,7 Mio. Stimmberechtigte). Im Jahr 2025 betrug sie 43,5 % (5,6 Mio. Stimmberechtigte). Damit ist die Stimmbeteiligung seit der Jahrtausendwende nicht weiter gesunken, sondern bewegt sich weiterhin auf ähnlichem Niveau.
Die Beteiligung schwankt allerdings stark je nach Vorlage und politischer Mobilisierung. Zwischen 2000 und 2025 wurde die tiefste Beteiligung bei der Änderung des Tierseuchengesetzes vom 25.11.2012 gemessen (27,6 %). Die höchste Beteiligung verzeichnete die Änderung des Covid-19-Gesetzes vom 28.11.2021 (65,7 %).
Langfristig war die Stimmbeteiligung früher höher. In den Perioden 1911–1930 und 1931–1950 lag sie bei 59,7 % beziehungsweise 60,5 %. Danach sank sie auf 47,8 % zwischen 1951 und 1970 und auf 40,9 % zwischen 1971 und 1990. Seit 1991 liegt sie wieder etwas höher: bei 44,1 % im Zeitraum 1991–2010 und bei rund 46,9 % in der verkürzten Periode 2011–2025.