
Demografischer Wandel? 2024 waren 19.4 % der Schweizer Bevölkerung 65 Jahre oder älter – weniger als in den Nachbarländern.

Gemäss OECD-Daten waren 2024 19.4 % der Schweizer Bevölkerung 65 Jahre oder älter. Das ist weniger als in allen Nachbarländern: Österreich 20.1 %, Deutschland 21.2 %, Frankreich 21.6 %, Italien 24.5 %.
Auch seit 2000 ist der Anteil der 65-Jährigen und Älteren in der Schweiz weniger stark gestiegen als in den Nachbarländern. In der Schweiz nahm er von 15.3 % auf 19.4 % zu – ein Plus von 4.1 Prozentpunkten. In Österreich stieg der Anteil um 4.6 Prozentpunkte (von 15.4 auf 20.1 %), in Deutschland um 4.8 Prozentpunkte (von 16.4 auf 21.2 %), in Frankreich um 5.7 Prozentpunkte (von 15.9 auf 21.6 %) und in Italien um 6.3 Prozentpunkte (von 18.3 auf 24.5 %). Differenzen sind rundungsbedingt.
Laut BFS wird die demografische Alterung in der Schweiz vor allem durch tiefe Geburtenzahlen und eine steigende Lebenserwartung geprägt. 2025 lag die zusammengefasste Geburtenziffer provisorisch bei 1,28 Kindern pro Frau – ein neuer Tiefstwert. Gleichzeitig erreichte die Lebenserwartung bei Geburt 82,7 Jahre bei Männern und 86,3 Jahre bei Frauen. Die Migration wirkt kurzfristig dämpfend auf die Alterung, da ein grosser Teil der Einwandernden im jüngeren Erwachsenenalter ist. Langfristig hängt dieser Effekt davon ab, wie viele jüngere Menschen zu- und auswandern sowie wie sich Geburtenzahlen und Lebenserwartung entwickeln.